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Inhaltsverzeichnis
Vorwort
1 Java ist auch eine Sprache
2 Sprachbeschreibung
3 Klassen und Objekte
4 Der Umgang mit Zeichenketten
5 Mathematisches
6 Eigene Klassen schreiben
7 Exceptions
8 Die Funktionsbibliothek
9 Threads und nebenläufige Programmierung
10 Raum und Zeit
11 Datenstrukturen und Algorithmen
12 Dateien und Datenströme
13 Die eXtensible Markup Language (XML)
14 Grafische Oberflächen mit Swing
15 Grafikprogrammierung
16 Das Netz
17 JavaServer Pages und Servlets
18 Verteilte Programmierung mit RMI und Web–Services
19 Applets, Midlets und Sound
20 Datenbankmanagement mit JDBC
21 Reflection und Annotationen
22 Komponenten durch Bohnen
23 Logging und Monitoring
24 Sicherheitskonzepte
25 Java Native Interface (JNI)
26 Dienstprogramme für die Java-Umgebung
A Die Begleit-DVD
Index

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Java ist auch eine Insel von Christian Ullenboom
Programmieren mit der Java Standard Edition Version 6
Buch: Java ist auch eine Insel

Java ist auch eine Insel
6., akt. und erw. Aufl., mit DVD
1.454 S., 49,90 Euro
Galileo Computing
ISBN 3-89842-838-9
gp 9 Threads und nebenläufige Programmierung
  gp 9.1 Nebenläufigkeit
    gp 9.1.1 Threads und Prozesse
    gp 9.1.2 Wie parallele Programme die Geschwindigkeit steigern können
  gp 9.2 Threads erzeugen
    gp 9.2.1 Threads über die Schnittstelle Runnable implementieren
    gp 9.2.2 Thread mit Runnable starten
    gp 9.2.3 Der Name eines Threads
    gp 9.2.4 Die Klasse Thread erweitern
    gp 9.2.5 Wer bin ich?
  gp 9.3 Der Ausführer (Executor) kommt
    gp 9.3.1 Die Schnittstelle Executor
    gp 9.3.2 Die Thread-Pools
    gp 9.3.3 Threads mit Rückgabe über Callable
    gp 9.3.4 Mehrere Callable abarbeiten
    gp 9.3.5 Mit ScheduledExecutorService wiederholende Ausgaben und Zeitsteuerungen
  gp 9.4 Die Zustände eines Threads
    gp 9.4.1 Threads schlafen
    gp 9.4.2 Das Ende eines Threads
    gp 9.4.3 UncaughtExceptionHandler für unbehandelte Ausnahmen
    gp 9.4.4 Einen Thread höflich mit Interrupt beenden
    gp 9.4.5 Der stop() von außen und die Rettung mit ThreadDeath
    gp 9.4.6 Ein Rendezvous mit join()
    gp 9.4.7 Barrier und Austausch mit Exchanger
    gp 9.4.8 Mit yield() auf Rechenzeit verzichten
    gp 9.4.9 Arbeit niederlegen und wieder aufnehmen
    gp 9.4.10 Priorität
    gp 9.4.11 Der Thread ist ein Dämon
  gp 9.5 Synchronisation über kritische Abschnitte
    gp 9.5.1 Gemeinsam genutzte Daten
    gp 9.5.2 Probleme beim gemeinsamen Zugriff und kritische Abschnitte
    gp 9.5.3 Punkte parallel initialisieren
    gp 9.5.4 i++ sieht atomar aus, ist es aber nicht
    gp 9.5.5 Kritische Abschnitte schützen
    gp 9.5.6 Schützen mit ReentrantLock
    gp 9.5.7 Synchronisieren mit synchronized
    gp 9.5.8 Synchronized-Methoden der Klasse StringBuffer
    gp 9.5.9 Mit synchronized synchronisierte Blöcke
    gp 9.5.10 Dann machen wir doch gleich alles synchronisiert
    gp 9.5.11 Look-Freigabe im Fall von Exceptions
    gp 9.5.12 Mit synchronized nachträglich synchronisieren
    gp 9.5.13 Monitore sind reentrant – gut für die Geschwindigkeit
    gp 9.5.14 Synchronisierte Methodenaufrufe zusammenfassen
    gp 9.5.15 Deadlocks
    gp 9.5.16 Erkennen von Deadlocks
  gp 9.6 Synchronisation über Warten und Benachrichtigen
    gp 9.6.1 Die Schnittstelle Condition
    gp 9.6.2 Beispiel Erzeuger-Verbraucher-Programm
    gp 9.6.3 Warten mit wait() und Aufwecken mit notify()
    gp 9.6.4 Falls der Lock fehlt: IllegalMonitorStateException
    gp 9.6.5 Semaphore
  gp 9.7 Atomare Operationen und frische Werte mit volatile
    gp 9.7.1 Der Modifizierer volatile bei Objekt-/Klassenvariablen
    gp 9.7.2 Das Paket java.util.concurrent.atomic
  gp 9.8 Mit dem Thread verbundene Variablen
    gp 9.8.1 ThreadLocal
    gp 9.8.2 InheritableThreadLocal
  gp 9.9 Gruppen von Threads in einer Thread-Gruppe
    gp 9.9.1 Aktive Threads in der Umgebung
    gp 9.9.2 Etwas über die aktuelle Thread-Gruppe herausfinden
    gp 9.9.3 Threads in einer Thread-Gruppe anlegen
    gp 9.9.4 Methoden von Thread und ThreadGroup im Vergleich
  gp 9.10 Zeitgesteuerte Abläufe
    gp 9.10.1 Die Klassen Timer und TimerTask
    gp 9.10.2 Job-Scheduler Quartz
  gp 9.11 Einen Abbruch der virtuellen Maschine erkennen
  gp 9.12 Zum Weiterlesen


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9.10 Zeitgesteuerte Abläufe  downtop

Ein Scheduler arbeitet Programmstücke nach einer festen Zeitspanne oder zu einem fixen Zeitpunkt einmal oder wiederholt ab. Notwendigkeiten für Scheduling gibt es insbesondere im Enterprise-Bereich häufig: In regelmäßigen Abständen müssen Reports erstellt werden, temporäre Daten sollen verschwinden und so weiter. Zwei Scheduling-Technologien sollen kurz vorgestellt werden:

  • Die einbauten java.util.Timer.
  • Das Scheduling-Framework Quartz.

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9.10.1 Die Klassen Timer und TimerTask  downtop

Die Implementierung von zeitgesteuerten Abläufen nimmt uns zum Teil die Java-Bibliothek ab, die dazu die Klassen Timer und TimerTask anbietet. Sie helfen bei der zeitgesteuerten Ausführung. Ein TimerTask ist eine Klasse, die uns Runnable implementieren lässt und Operationen umfasst, die zu einem Zeitpunkt oder in einer beliebigen Wiederholung ausgeführt werden sollen. Ein TimerTask wird dann einer Timer-Klasse übergeben, die den dazugehörigen Verwaltungs-Thread startet.


Beispiel Text auf dem Bildschirm ausgeben:

Listing 9.34    com/javatutor/insel/thread/timer/TimerTaskDemo.java, Task

class Task extends TimerTask 
{ 
  @Override public void run() 
  { 
    System.out.println( "Make my day." ); 
  } 
}

Jetzt müssen wir nur noch dieses TimerTask-Objekt erzeugen und eine der Objektmethoden von Timer übergeben. In unserem Beispiel soll unser Text zwei Sekunden nach dem Eintragen auf dem Bildschirm ausgegeben werden und in einem zweiten Fall – nach einer Wartesekunde – alle fünf Sekunden.

Listing 9.35    com/javatutor/insel/thread/timer/TimerTaskDemo.java, TimerTaskDemo

public class TimerTaskDemo 
{ 
  public static void main( String[] args ) 
  { 
    Timer timer = new Timer(); 
 
    // nach zwei Sekunden geht's los 
    timer.schedule( new Task(), 2000 ); 
 
    // nach einer Sekunde geht's los und dann alle fünf Sekunden 
    timer.schedule( new Task(), 1000, 5000 ); 
  } 
}

Die schedule()-Methode gibt es in vier Ausführungen. Dazu kommen zwei Methoden scheduleAtFixedRate(), die versuchen, die Genauigkeit zu verbessern. Dies lohnt sich bei Operationen, die über einen langen Zeitraum präziser ohne Drift ausgeführt werden sollen, wie es etwa bei einer Uhr gilt, die jede Stunde ihren großen Zeiger bewegt. Selbst wenn Hintergrundoperationen, wie Garbage-Collection, die pünktliche Ausführung der Operation verhindern, wird die Verspätung bis zur nächsten Wiederholung aufgeholt.

Ein Timer kann abgebrochen werden, wenn die cancel()-Methode aufgerufen wird.


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9.10.2 Job-Scheduler Quartz  toptop

Der OpenSymphony Quartz Scheduler (http://www.opensymphony.com/quartz/) ist ein hochwertiger Job-Scheduler, der Aufgaben (Jobs) zu bestimmten Zeiten (hier kommt die java.util.Calendar-Klasse ins Spiel) und in gegebener Regelmäßigkeit durchführen kann. Die java.util.Timer-Klasse bietet nur die Angabe einer Startzeit und eines Wiederholungsintervalls. Quartz kann den Zustand der Jobs in einem JobStore speichern, etwa in einer Datenbank (JDBCJobStore), sodass auch nach einem unrühmlichen Ende die Jobs wieder gestartet und weitergeführt werden können. Die Timer-Klasse kann das nicht! Quartz und der Timer sprechen ihre Jobs durch eine Schnittstelle an. Bei Quartz heißt sie Job, und die Callback-Funktion execute() ruft der Scheduler zu vorgegebenen Zeiten auf. Die zentrale ausführende Einheit erfragt eine Fabrikfunktion:

SchedulerFactory schedFact = new org.quartz.impl.StdSchedulerFactory(); 
Scheduler sched = schedFact.getScheduler();

Die Funktion sched.start() startet schließlich den Scheduler. Mit scheduleJob() lässt sich ein Job zusammen mit einem Trigger – das ist eine Beschreibung der Zeitparameter – starten. Eine Dokumentation findet sich auf der Homepage der Bibliothek und unter http://www.onjava.com/lpt/a/4637.



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